Unternehmerische Gründe für die Nutzung von WAN-Bündelung

Auch wenn der Ausbau von Breitband-Internet immer weiter voran schreitet und die Tage von alten Technologien wie ISDN langsam gezählt sein dürften, so schwankt die wirklich erreichbare Bandbreite immer noch erheblich und das unabhängig von den sogenannten reichen Industriestaaten.
Welche Optionen bleiben aber Unternehmen, die auf ein breitbandiges Internet angewiesen sind? Bedarf hierfür gibt es ja genügend, unter anderem wäre hier zu erwähnen: Kundenkommunikation, Auftragsannahme und -abwicklung oder die Überwachung der Produktionsanlagen, Alarmanlagen und Videoüberwachung.

Eine Verlegung des Standortes, aufgrund fehlender Infrastruktur im Bereich Breitband, ist oftmals ein kaum zu finanzierendes Unterfangen und falls doch, dann schränkt dies die erforderlichen Mittel für Investitionen in die Zukunft oftmals erheblich ein. Unternehmen die also am aktuellen Standort nicht die verfügbare Bandbreite bereitgestellt bekommen, zum Beispiel weil das Gebiet zu weit von der nächsten Vermittlungsstelle (DSLAM) entfernt liegt, benötigen technologische Alternativen. Als verhältnismäßig günstig erweißt sich hier DUAL-WAN: hierbei werden mehrere Internetzugänge (wie zum Beispiel Glasfaser, MPLS, DSL, Kabel/DOCSIS, Satellit, 3G/UMTS, 4G/LTE, ISDN) zu einer virtuellen Leitung zusammengeschaltet. Diese Technologie, ist nicht zu verwechseln mit der Load-Balancing-Technologie. Bei der WAN-Bündelung steht Ihnen pro Anwendungsfall die komplette Kapazität aller Anbindungen zur Verfügung, während bei der Lastverteilung einzelne Anwendungen, wie zum Beispiel zwei Downloads auf zwei Leitungen aufgeteilt werden.

Technisch gesehen wird DUAL WAN (WAN Bündelung) zum Beispiel durch den Einsatz von einer sogenannten VPN-Verbindung möglich, hierbei wird der Datenverkehr über das Internet verschlüsselt und ist somit zusätzliche gegen das Abfangen der Daten, zum Beispiel zur Industriespionage oder Erpressung durch Hacker, gesichert. Je nach Anbieter ist eine oder mehrere ausfallende Internetanbindungen im täglichen Betrieb vollkommen problemlos, die weiteren Anbindungen übernehmen die zusätzliche Last ohne Ausfallzeiten. Somit ist sichergestellt, dass Ihr Unternehmen zu jederzeit eine Kommunikationsmöglichkeit über das Internet bietet.

Vor allem im Hinblick auf Industrie 4.0 mit unzähligen „Internet of Things“-Geräten in Produktionsanlagen, ist eine immerwährende Erreichbarkeit, zum Beispiel durch eine zentrale Produktionsüberwachung, von großer Bedeutung. Auch wenn Anbieter von MPLS-Leitungen eine 99,7%ige Ausfallsicherheit anbieten, so kann dies, im schlimmsten Falle, pro Jahr auf annähernd 26 Stunden summieren und das ohne Kompensationszahlung des Providers.

Abschließend ist somit festzuhalten, dass aus der wirtschaftlichen Sicht natürlich Investitionen in die eigene IT-Infrastruktur anstehen und das Budget zwar kurzzeitig belasten, allerdings im Störungsfalle sich diese Kosten sofort kompensieren. Selbst wenn ein möglicher Ausfall nicht auftreten sollte, so verbleibt die kostengünstige Möglichkeit mehrere Endkundenanschlüsse, zu der im Endeffekt benötigten Internetanbindung, zu bündeln und mittelfristig mehr Budget für weitere Anschaffungen im IT-Bereich durchzuführen. Gleichzeitig ist der Netzwerkverkehr zum Beispiel zwischen unterschiedlichen Standorten verschlüsselt, denn die Gefahr eines Hacker-Angriffs steigt aktuell rasant an.

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